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KONZERT 7 - SONNTAG, 22. AUGUST 2018, 11.00 Uhr

TRIO KARÉNINE


Das Trio Karénine ist mehrfacher Preisträger des 62. Internationalen Musikwettbewerbs des ARD München (ein 2. Preis sowie drei Sonderpreise, keine Vergabe des 1. Preises) und wird für seine musikalische Authentizität sowie für sein besonders lebendiges Spiel von Kritikern und bedeutenden Musikern geschätzt. Das Klaviertrio gastierte bereits in den bekanntesten Konzertsälen Europas: in der Wigmore Hall London, im Salle Pleyel und Auditorium du Louvre in Paris, Musée des Beaux-Arts in Montréal, Palazetto Bru Zane in Venedig, Herkulessaal und Prinzregententheater München, Laeiszhalle Hamburg sowie im Schönbrunn Theater Wien. Auch debütierte das Trio Karénine schon bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und beim La Roque d'Anthéron Festival. Es wurde von dem TV-Sender ARTE zu der Reihe "Stars von Morgen" präsentiert von Rolando Villazón eingeladen. Highlights der Saison 2014/15 sind eine Asien-Tournee zu den "Folle Journée Tokyo" und dem Festival Croisements in verschiedenen Städten in China, eine Tour mit der Neuen Philharmonie Westfalen mit dem Beethoven-Tripelkonzert sowie Konzerte beim Radio France-Festival und
Montpellier. Die Mitglieder des Trio Karénine sind Absolventen des Conservatoire National Superieur de Musique Paris/ Lyon und vervollständigten ihre Studien individuell in den international renommierten Klassen der Musikhochschulen Leipzig, Wien und Berlin. Der Name des Trios bezieht sich auf die Titelheldin von Tolstois berühmtem Roman und repräsentiert die Hoffnung und den lebhaften Esprit, die diesem innewohnen.

Seit seiner Gründung 2009 erhält das Trio wichtige musikalische Impulse durch das Quator Ysaÿe am Conservatoire de Paris. Auf Einladung der Akademie Musique Flaine, der Académie Musicale Villecroze, der Académie internationale de musique Maurice Ravel, die das Trio mit dem Preis des Rotary Clubs auszeichnete, der European Chamber Music Academy und des Festivals de la Roque d‘Anthéron konnten die Musiker an Meisterkursen so renommierter Künstler wie Menahem Pressler, Hatto Beyerle, Trio Wanderer, Jean- Claude Pennetier und Ferenc Rados teilnehmen. Das Trio Karénine ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe; so gewannen sie den Ersten Preis des Internationalen Kammermusikwettbewerbs Charles Hennen in Heerlen (Niederladen), das Stipendium der Fondation Banque Populaire, den Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes beim Internationalen Kammermusikwettbewerb Joseph Haydn (Österreich) sowie den Prix International Pro Musicis. Sie sind Preisträger des Festivals „Musique & Vin du Clos Vougeot“ und der „Fondation Oulmont“. Das Trio spielt regelmäßig Werke zeitgenössischer Komponisten wie Wolfgang Rihm, Hans- Werner Henze, Graciane Finzi u. a. Das Stück „Les Allées Sombres“ von Benoît Menut ist dem Trio Karénine gewidmet; des Weiteren gewannen die drei Musiker den Sonderpreis des ARD München für die beste Interpretation von Fazil Says „Space Jump“. Das Klaviertrio ist regemäßig zu Gast bei verschiedensten Radiosendern, so dem France Musique, dem ORF (Österreich), Radio 4 (Niederlande) sowie beim Bayerischen und Norddeutschen Rundfunk. Seit September 2010 ist das Trio Karénine Residenzkünstler der Fondation Singer-Polignac sowie Ensemble der ECMA - European Chamber Music Academy. Das Trio hat die Unterstützung von der Académie Musicale de Villecroze erhalten.

PROGRAMM

Frank Proto ist Komponist, Pianist, Kontrabassist und Jazzer. Seine Carmen-Phantasie verbindet in Arrangements drei Einleungsstück der Oper: Die Ouvertüre, die Aragonaise und das  Intermezzo (die Einleitung zum 4. und 3. Akt), sowie die Habanera. Die auch in der Fassung für Kontrabass und Klavier bekannte Phantasie ist von Friedrich für Trompete und Klavier bearbeitet worden. 

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Chaconne für Violine solo d-Moll BWV 1004
bearbeitet für Klavier von Ferruccio Busoni  

Seine musikalische Ausbildung genoß der spanische Komponist Manuel de Falla zwar vor allem in Paris, do so sehr ihn Debussy und Ravel auch beeinflußten, sind die Sujets seiner Werke doch spanisch. Seine „5 Cansiones populares Espanolas“, 1914 für Mezzosopran und Klavier herausgegeben. basieren auf alten spanischen Volksliedern, denen er aber eine Begleitung unterlegt hat, die bewusst auf Imitationen von Kastagnettengeklimper und Gitarrenakkorden verzichtet. Sie sind in vielen Bearbeitungen überliefert, die von de Falla selber gemacht oder zumindest akzeptiert, zum Teil nach dem Tod des Komponisten verfasst worden.

Über Carl Höhne, den deutschen Kornett-Virtuosen und königlichen Kammermusikus an der Deutschen Oper Berlin, ist wenig bekannt. Seine „Slavische Fantasie“ von 1899 ist „in größter Freundschaft“ dem Kornettvirtuosen Herrn Fr. Werner gewidmet.

Wenn Brahms für Klavier komponierte, schrieb er zunächst Sonaten, dann zwischen 1862 und 1864 dVariationen-Zyklen und ab 1878 ausschließlich Charakterstücke. Eduard Hanslick bezeichnete sie als „Monologe am Klavier“.

Der französische Komponist und Flötist Philippe Gaubert studierte am Conservatoire de Paris als Schüler Paul Taffanels, mit dem die „Méthode complète de flûte" verfasste. Ab 1897 war er Soloflötist der Pariser Opéra, ab 1919 Professor am Pariser Conservatoire. Sein „Cantabile und Scherzetto" für Kornett und Klavier hat er als Wettbewerbsstück für das Pariser Konservatorium komponiert. Es ist 1909 erschienen.

Jules Charles Pennequin, Komponist, Orchesterdirigent, Violonist und Lehrer, lehrte am Conservatoire Bordeaux Kontrapunkt, Fuge und Komposition. Er wirkte als Dirigent der Société de Sainte-Cécile und feierte seine größten Erfolge in Spanien.