• KAMMERMUSIKTAGE METTLACH

     

    Traditionsfestival für Klassikfeinschmecker

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  •  

     

  •  

     

     

     

     

  •  

     

     

  •  

     

KONZERT 9 - SONNTAG, 20. AUGUST 2017, 11.00 Uhr

RIVINIUS KLAVIERQUARTETT

Paul Rivinius, Klavier
Siegfried Rivinius, Violine
Benjamin Rivinius, Viola
Gustav Rivinius, Violoncello

 

Das RIVINIUS KlavierQUARTETT wurde 1995 gegründet. Es besteht aus den vier Brüdern Paul Rivinius (Klavier), Siegfried Rivinius (Violine), Benjamin Rivinius (Viola) und Gustav Rivinius (Violoncello).

Paul Rivinius studierte an den Musikhochschulen in Saarbrücken und Frankfurt Klavier und Horn. 1994 belegte er die Meisterklasse von Gerhard Oppitz an der Musikhochschule München, die er 1998 mit Auszeichnung abschloss. Bis 2010 unterrichtete er als Professor für Kammermusik an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ in Berlin.

Siegfried Rivinius studierte zunächst bei Henri Lewkowicz an der Musikhochschule des Saarlandes und wechselte 1981 zu Ulf Hoelscher an die Musikhochschule Karlsruhe. Ab 1982 war er 1. Konzertmeister der Jungen Deutschen Philharmonie. Seit 1985 ist er als 1. Konzertmeister bei den Duisburger Philharmonikern (Orchester der Deutschen Oper am Rhein) engagiert.

Benjamin Rivinius studierte zunächst Violine und war im Bundesjugendorchester 1993-97 auch als Konzertmeister tätig. Anschließend spielte er im Gustav-Mahler-Jugendorchester und war Solo-Bratscher im European Union Youth Orchestra. 1997-2003 studierte er Viola bei Hariolf Schlichtig an der Musikhochschule München. Nach Engagements als Solo-Bratscher bei der Camerata Salzburg und beim Berliner Sinfonie-Orchester ist er seit 2005 1. Solo-Bratscher des Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken, der heutigen Deutschen Radio Philharmonie.

Gustav Rivinius absolvierte seine Cellostudien bei Claus Kanngiesser in Saarbrücken, bei David Geringas in Lübeck, an der Juilliard School in New York bei Zara Nelsova und zuletzt bei Heinrich Schiff in Basel. 1990 erhielt er den 1. Preis und die Goldmedaille beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Dieser Auszeichnung, die zum ersten Mal einem deutschen Musiker verliehen wurde, folgten zahlreiche Konzertauftritte in bedeutenden Musikmetropolen im In- und Ausland. Seit 1998 unterrichtet Gustav Rivinius als Professor an der Musikhochschule des Saarlandes.

PROGRAMM MIT HÖRBEISPIELEN

Louis Théodore Gouvy war ein deutsch-französischer Komponist der Romantik. Er studierte zunächst Jura in Paris. Da sein Geburtsort Goffontaine aber vier Jahre vor seiner Geburt an Preußen gefallen war, besaß er keine französische Staatsbürgerschaft und erhielt keine Zulassung zum Examen. Da ihm auch der Zugang zum Conservatoire de Paris verwehrt war, nahm er Privatunterricht. In seiner ersten Schaffensphase konzentrierte er sich auf Instrumentalmusik. 1847 zählte ihn die "Gazette musicale" zu den wichtigsten zeitgenössischen französischen Komponisten von Instrumentalmusik.Er pflegte Korrespondenz mit Saint-Saëns, Liszt und Brahms. Er erhielt höchste Auszeichnungen und Ehrungen. Doch heute ist er so gut wie vergessen.

Robert Casadesus war nicht allein ein bedeutender Pianist und Klavierlehrer, sondern auch Komponist. Er stand ab 1922 in engem Kontakt zu Maurice Ravel und spielte 1951 die erste Gesamtaufnahme von dessen Klavierwerken ein, die mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Seine Werke, darunter sieben Sinfonien, Préludes für Klavier, ein Streichtrio und zwei Klaviersonaten, konnten sich nicht durchsetzen. Sein Quatuor op. 30 komponiert er zwischen 1940 und 1943/44.

In den Musikgeschichtsbüchern wird hervorgehoben, dass Mozart seine beiden Klavierquartette nicht mehr wie seine Vorgänger als von Streichern begleitete Klaviermusik komponiert, sondern eine neue Gattung der Kammermusik etabliert habe. Während bei Johann Christian und Carl Philip Emanuel Bach alle für Klavier und mehr als zwei Streichinstrumente besetzten Werke verkappte Klavierkonzerte sind, gelten die Klavierquartette Mozarts als genuine Werke der Kammermusik. Doch ein Vergleich der beiden Klavierquartette Mozarts mit seinen kurz zuvor geschriebenen Klavierkonzerten KV 413, 415 und 449 erhellt, dass er die Grenzen zwischen Kammer- und Orchestermusik keineswegs so klar gezogen hat, wie es die Komponisten des 19. Jahrhunderts später getan haben. Schon dass die Klavierquartette dreisätzig sind, während seine Streichquartette immer vier Sätze aufweisen, stellt sie in die Nähe seiner Klavierkonzerte.