• KAMMERMUSIKTAGE METTLACH

     

    Traditionsfestival für Klassikfeinschmecker

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  •  

     

     

     

     

  •  

     

     

  •  

     

  •  

     

Matinée | Sonntag, 19. Juni | 11 Uhr | Alte Abtei Mettlach

Udo Wachtveitl // © Elena Zaucke

Franziska Hölscher // © Irene Zandel

Lauma Skride // © Marco Borggreve

UDO WACHTVEITL  Rezitation
FRANZISKA HÖLSCHER  Violine
LAUMA SKRIDE  Klavier

 

 

Roger Willemsen - "Landschaften"

 

Kurz vor seinem Tod arbeitete Roger Willemsen an einem Projekt, das seine größten Leidenschaften zusammenführen sollte: das Reisen, die Musik, die Lektüre und das Schreiben. Mit der Geigerin Franziska Hölscher entwarf er das Programm »Landschaften«, das Brückenschläge zwischen Klang- und Sprachlandschaften schafft, Korrespondenzen zwischen Wort und Musik. Stationen dieser Reise sind die Schwäbische Alb oder das Örtchen Targu-Jiu am Südostrand der Karpaten. Kompositionen von Beethoven, Brahms oder Smetana, die sich von Alpen oder Meer inspirieren ließen, begleiten die Texte des unvergessenen Publizisten und Reisenden Roger Willemsen. 

 

1. Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Largo aus der Sonate c-Moll BWV 1017

2. Heimat

3. Bela Bartok (1881-1945)
Allegro moderato aus den „Rumänischen Volkstänzen“

4. Serbischer Tanz

5. Bela Bartok (1881-1945) 

Andante aus den „Rumänischen Volkstänzen“

6. Rumänische Land-Art

7. Richard Strauss (1864-1949)
Improvisation: Andante cantabile aus der Sonate op. 18 Es-Dur

8. Bayrische Devotionen

9. Maurice Ravel (1875-1937)
Blues: Moderato aus der Sonate G-Dur für Violine und Klavier

10. Berliner Bahnsteig

11. Alexander Harutyunyan (1920-2012)
Sasoun-Tanz

12. Unterirdisch I

13. Maurice Ravel (1875-1937) 

Perpetuum mobile: Allegro aus der Sonate G-Dur für Violine und Klavier

14. Anton Webern (1883-1945)
Sehr langsam aus „4 Stücke op. 7“

15. Der Kreidefelsen von Rügen

16. Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Adagio aus der Sonate c-Moll BWV 1017

17. Sonntag auf der Schwäbischen Alb

18. Johannes Brahms (1833-1897) 

Andante tranquillo- Vivace- Andante- Vivace di più-Andante-Vivace aus der Sonate A-Dur op. 100 für Klavier und Violine

19. Seestück

20. George Gershwin (1898-1937)
Prelude Nr. 1

21. Heimkehr

22. Johann Sebastian Bach (1685-1750) 

Largo aus der Sonate c-Moll BWV 1017

 

 

 

TICKETS | 35 Euro

inkl. einem Pausengetränk

Seit mehr als zwanzig Jahren ist Udo Wachtveitl zusammen mit Miroslac Nemeć in den Münchner Tatort-Folgen als Ermittler zu sehen. Als Franz Leitmayr hat der Schauspieler, Synchronsprecher, Regisseur und Drehbuchautor nachhaltig Fernsehgeschichte geschrieben.
 
Udo Wachtveitl wurde am 21. Oktober 1958 in München geboren. Er begann seine Karriere als Sprecher von Kinderrollen wie beispielsweise in zahlreichen Folgen von „Meister Eder und sein Pumuckl“ oder „Tommy und seine Freunde“. Anfang der 1970er Jahre war er auch als Synchronsprecher für Kinderfilme des WDR aktiv. Mittlerweile ist er künstlerischer Sprecher für Dokumentationen beim Bayerischen Rundfunk.
 
Nach seiner Schulausbildung hat Udo Wachtveitl zunächst Philosophie studiert. Das Studium der Rechtswissenschaften hatte er nach fünf Semestern abgebrochen.
 
Wachtveitl ist seit den 1980er als Darsteller in Fernsehfilmen und Serien zu sehen. Im Jahr 1988 gab der Schauspieler sein Kinodebüt. Er hatte eine Rolle in der französischen Produktion „Der Glückspilz“, die er unter der Regie von Claude Lelouch spielte. Sein großer TV-Durchbruch erfolgte dann 1991, als er die Rolle des Hauptkommissars Franz Leitmayr an der Seite von Miroslav Nemeć im Münchner Tatort übernahm.

Die Geigerin Franziska Hölscher ist die künstlerische Leiterin der Kammermusiktage Mettlach. Sie war und ist als Solistin, Kammermusikerin und Festivalleiterin Gast in der Berliner Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Palais des Beaux-Arts Brüssel und der Suntory Hall Tokyo. Sie konzertiert bei der Bachwoche Ansbach, der Schubertiade Hohenems, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Schwetzinger SWR Festspielen, dem Kissinger Sommer, dem Rheingau Musik Festival und beim Heidelberger Frühling. Von Beginn ihrer Karriere hatte das Zusammenspiel mit Kollegen einen festen Platz in ihrem Repertoire. Seit ihrem Debüt mit Martha Argerich gehören Kit Armstrong, Martin Helmchen, Severin von Eckardstein, Nils Mönkemeyer, Maximilian Hornung und Andreas Ottensamer zu ihren Partnern. Mit dem Autor Roger Willemsen verband sie eine künstlerische Freundschaft. Mit ihm entwickelte sie das Bühnenprogramm „Landschaften“, in welchem sie Korrespondenzen zwischen Wort und Musik bilden. Seit einigen Jahren arbeitet sie regelmäßig mit den Schauspielerinnen Katja Riemann und Maria Schrader zusammen. In ihren dramaturgisch durchdachten Konzertprogrammen verbindet Hölscher Werke des Barock und des klassisch-romantischen Repertoires mit Musik der Gegenwart. 2018 spielte sie bei den Movimentos Festwochen die Uraufführung des Concertinos für Violine und Streicher von Wolfgang Rihm. Ihre kürzlich erschienene CD SEQUENZA wurde von der Presse hochgelobt und mehrfach ausgezeichnet. 2021 erscheint das Hörbuch „Roger Willemsens Landschaften“, das sie gemeinsam mit Maria Schrader und Marianna Shirinyan für zweitausendeins eingespielt hat, sowie das Musikvideo „Crossing Views“ mit dem Pianisten Kit Armstrong.

„Wunderbar sensibel, mit herrlichen Klangfarben, immer wieder auch mit hochvirtuosem Elan“ sei das Spiel von Lauma Skride, wie es ihr der Bayerische Rundfunk in einer Rezension attestiert. Kombiniert mit einer brillanten Technik sind diese die Eigenschaften, mit denen es Lauma Skride gelingt, als Solistin wie als Kammermusikerin gleichermaßen auf den wichtigsten nationalen und internationalen Podien zu begeistern. Insbesondere für ihre Interpretationen des deutschen klassischen und romantischen Repertoires wird die Wahl-Berlinerin Lauma Skride, seit 2008 Trägerin des Beethoven-Ringes, geschätzt: Sie gastierte bei Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, Royal Stockholm Philharmonic, Danish National Symphony Orchestra, Turku Philharmonic, BBC National Orchestra of Wales, Royal Northern Sinfonia, Ulster Orchestra, Hungarian National Philharmonic, hr-Sinfonieorchester Frankfurt, Hamburger Symphoniker, Dresdner Philharmonie, Essener Philharmoniker, Bremer Philharmoniker, Philharmonisches Orchester Heidelberg und Orquesta Filarm nica de Gran Canaria. Zu den Dirigentinnen und Dirigenten, mit denen Lauma Skride arbeitet, gehören Pedro Halffter, Kristjan Järvi, Cornelius Meister, Andris Nelsons, Anu Tali, Muhai Tang, André de Ridder, Peter Ruzicka, John Storgards, Yan Pascal Tortelier and Xian Zhang. Die Saison 2021/22 birgt ein Rezital mit Anne-Sophie Mutter in Oxford sowie verschiedene Trioabende mit Baiba Skride und Harriet Krijgh, ebenso mit Anastasia Kobekina und David Orlowsky in Deutschland und den Niederlanden. Mit dem Skride Quartet sind weitere Konzerte geplant, ebenso eine zweite CD Aufnahme mit Werken von Enescu und Lekeu. Lauma Skride ist Mitbegründerin des „Skride Quartet“, zusammen mit Baiba Skride, Harriet Krijgh und Lise Berthaud. Seit 2016 trat das Ensemble international in dieser und in der neuen Formation mit Victor Julien- Laferrière (für Harriet Krijgh) sehr erfolgreich auf. So im Concertgebouw Amsterdam, in der Wigmore Hall London, bei der Schubertiade Hohenems, in der Liederhalle Stuttgart, im Concertgebouw Brugge, beim Tanglewood Music Festival, etc. 2019 unternahm das Quartett eine Tournee durch Australien, und eine erste CD erschien bei ORFEO (Mozart, Mahler und Brahms). 2020 folgte eine US Tour. Zu Lauma Skrides weiteren Kammermusikpartnern zählen Anne-Sophie Mutter, Daniel Müller-Schott, Sol Gabetta und Julian Steckel, sowie Jörg Widmann, Christian Tetzlaff, Tanja Tetzlaff und das Armida Quartett. Für Orfeo nahm Lauma Skride die Ungarischen Tänze von Johannes Brahms in einer Bearbeitung für Violine und Klavier von Joseph Joachim mit ihrer Schwester Baiba auf, zuletzt erschien eine CD mit einem rein skandinavischen Programm mit den beiden Schwestern. 1982 in Riga als jüngste von drei Schwestern einer lettischen Musikerfamilie geboren, begann Lauma Skride im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen und wurde wenig später Schülerin von Anita Paze an der Musikhochschule Emils Darzins in Riga. Abschließend studierte sie in der Klasse von Prof. Volker Banfield an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit ihrem elften Lebensjahr nahm sie an zahlreichen internationalen Wettbewerben teil (u. a. Maria Canals in Spanien und Cleveland International Piano Competition, USA) und wurde mehrfach ausgezeichnet.