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KONZERT 11 - SONNTAG, 03. SEPTEMBER 2017 - 11.00 Uhr

NOTOS QUARTETT

 

Sindri Lederer – Violine
Andrea Burger – Viola
Philip Graham – Violoncello
Antonia Köster – Klavier

 

Mit ihrem Spiel haben die jungen Musiker des in Berlin beheimateten Notos Quartetts in den letzten Jahren sowohl die Fachpresse als auch ihr Publikum begeistert. Der Gewinn des 'Parkhouse Award' 2011 in London, der 1. Preis beim 'Charles-Hennen-Concours' 2011 in Holland, der 1. Preis beim 'Premio Vittorio Gui' 2013 in Florenz, der 2. Preis, der Sonderpreis für die beste Brahms-Interpretation sowie der Publikumspreis beim Città di Pinerolo 2013 in Turin, der 2. Preis beim Osaka International Chamber Music Competition 2014 in Japan sowie 2016 die Siege bei der internationalen 'on stage competition' und der Alice & Eleonore Schoenfeld International String Competition in Harbin/China unterstreichen den Erfolg, den das Ensemble auf Bühnen im In- und Ausland verzeichnen kann. 

Kein Wunder, dass nach begeisternden Auftritten in der Londoner Wigmore Hall, im Concertgebouw Amsterdam, bei den Festspielen von Schwetzingen, dem Rheingau, Würzburg, Mecklenburg-Vorpommern und Usedom sowie, im Rahmen einer Tournee auf Einladung des Goethe-Instituts, in den wichtigsten Metropolen Südostasiens der Konzertkalender gut gefüllt ist. Darüber hinaus ist das Quartett besonders in Großbritannien sehr beliebt und dort regelmäßig zu Gast. Seit seiner Gründung im Jahr 2007 erhielt das Quartett wichtige Impulse durch Mitglieder des Mandelring-, des Alban Berg- und des Guarneri Quartetts, sowie des Beaux Arts Trios. Als Stipendiat der Stiftung Albéniz und der Santander Consumer Bank AG hat das Notos Quartett die Ehre, von Günter Pichler, dem ersten Geiger des legendären Alban Berg Quartetts, am Instituto Internacional de Música de Cámara de Madrid als erstes Klavierensemble überhaupt im Spezialstudiengang für professionelle Streichquartette künstlerisch betreut zu werden.

Neben seiner Konzerttätigkeit unterrichtete das Notos Quartett bereits am Royal Northern College of Music in Manchester und leitet seit Herbst 2015 die jährlich von der Pfälzischen Musikgesellschaft e.V. ausgetragene 'Notos Chamber Music Academy' in Worms.

 

 

PROGRAMM UND HÖRBEISPIELE

Wer im Frankreich des 19. Jahrhunderts als Komponist etwas gelten wollte, der mußte eine Oper komponieren. Auch nach die Gründung der „Société de Musique de Chambre“ im Jahre 1865 änderten sich die Verhältnisse kaum. Erst nach dem Krieg von 1871, als Gabriel Fauré zusammen mit Vincent d’Indy, Édouard Lalo, Henri Duparc und Emmanuel Chabrier die „Société Nationale de musique francaise“ gründeten, wurde eine Neubelebung der französischen Musik auch wirklich eingeleitet. Von nun an konnte ein französischer Komponist der Instrumentalmusik in Frankreich auf Beachtung hoffen. Dennoch hatte Fauré große Schwierigkeiten, seine Violinsonate, A-Dur op. 13, und das Klavierquartett c-Moll op. 15, das er zwischen 1876 und 1879 komponiert hat, zu publizieren und aufführen zu lassen. Er mußte auf alle Rechte verzichten.

Vagn Holmbo begann auf Empfehlung Carl Nielsens im Alter von 17 Jahren am Königlichen Dänischen Konservatorium in Kopenhagen Musik zu studieren. 1929 ging er nach Berlin zu Ernst Toch. Von 1933 bis 1934 schloss er einen Studienaufenthalt in Rumänien an. Der Gewinn des skandinavischen Wettbewerbs der Königlichen Kapelle Kopenhagen mit seiner 2. Sinfonie 1939 bedeutete seinen Durchbruch als Komponist. Von 1950 bis 1965 lehrte Holmboe am Konservatorium in Kopenhagen. Zu seinen bedeutendsten Schülern gehören Ib Nørholm und Per Nørgård. Sein kompositorisches Schaffen umfasst eine Oper, 13 Sinfonien, zahlreiche Solokonzerte, Kammermusik (21 Streichquartette) und Werke für Chor a cappella sowie Lieder.

Bevor Brahms eine Komposition zur Veröffentlichung freigab, setzte er sie zumeist noch dem strengen Urteil seiner engsten Freunde aus. So auch im Sommer 1861, als er gleichzeitig an drei Klavierquartetten arbeitete, die er 1855 begonnen hatte. Am Kopfsatz des ersten Klavierquartetts, g-Moll op. 25, missfiel Clara Schumann, die später bei der Uraufführung den Klavierpart spielte, nach der ersten Durchsicht die tonale Unausgewogenheit: „zu wenig G Moll und zu viel D dur“ kritisierte sie. Als zweiter Satz folgt ein „Intermezzo” in c-Moll, das ursprünglich als Scherzo bezeichnet war. Doch auf Claras Anraten hin änderte Brahms die Satzbezeichnung in „Intermezzo“. Als langsamen Satz komponiert Brahms ein Andante con moto mit einem Marsch als Mittelteil, der durch Schlagzeugimitationen charakterisiert ist. Brahms gab die Partitur auch Joseph Joachim. Am meisten schätzte er das Schlussrondo „alla Zingarese“, über das der gebürtige Ungar sagte, Brahms habe ihm hier auf seinem „eigenen Territorium eine ganz tüchtige Schlappe versetzt“. In ihm ahmt Brahms Spielweise und Klang ungarischer Zigeunerkapellen nach.