• KAMMERMUSIKTAGE METTLACH

     

    Traditionsfestival für Klassikfeinschmecker

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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Soirée | Freitag, 08. Juli | 19 Uhr | St. Peter Kirche Merzig

Franziska Hölscher // © Irène Zandel

Alexey Stadler // © Marie Staggat

Süddeutscher Kammerchor // © Süddeutscher Kammerchor

Gerhard Jenemann // © Harald Hufgard

FRANZISKA HÖLSCHER  Violine
ALEXEY STADLER  Violoncello
SÜDDEUTSCHER KAMMERCHOR
GERHARD JENEMANN  Dirigent

 

"FAUSTUS - Musik und Teufelspakt"

Musik und Text anlässlich der Veröffentlichung von Thomas Manns Roman Doktor Faustus vor 75 Jahren

 

„Musik ist dämonisches Gebiet“, so Thomas Mann in seinem legendären Künstlerroman Doktor Faustus. An dessen Veröffentlichung vor 75 Jahren erinnert nun Faustus, ein aus Mitteln der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien getragenes Jubiläums-Projekt, das Thomas Manns These nachspürt. Das Programm greift die Vision der im Finale des Romans skizzierten Kantate "Doktor Fausti Weheklag" auf. Im selten zu erlebenden Klangspektrum Instrumentalsolo und Vokalensemble konfrontieren Wilfried Hillers und Enjott Schneiders Auftragskompositionen Sprachgestus und Virtuosität zu spannender Kommunikation. Mit Monteverdis Lamento-Zyklus und Ravels Duo-Sonate für Violine und Violoncello prägen zwei Highlights der Kammermusik das Kolorit des Abends.

 

 

Claudio Monteverdi (1567-1643)
Lamento d´Arianna - Madrigalzyklus zu fünf Stimmen und Basso continuo
 

Knut Nystedt (1915-2014)
Stabat Mater op. 111 für Violoncello solo und Chor a cappella
 

Wilfried Hiller (*1941)
KLAGEN (Arbeitstitel) UA
Madrigal nach einer Konzeption und Texten aus Thomas Manns Roman DOKTOR FAUSTUS für Violine solo, Violoncello solo und Vokalensemble
 

Maurice Ravel (1875-1937)
Sonate für Violine und Violoncello
 

Enjott Schneider (*1950)
LUNEA-WALZER UA
…und brausend verschlingt sie das Wonnemeer…

Metamorphosen nach Liszts Mephisto-Walzer Nr. 1 auf Texte aus FAUST von Nikolaus Lenau für Violine solo und Chor a cappella

TICKETS | 28 Euro

inkl. einem Pausengetränk

Die Geigerin Franziska Hölscher ist die künstlerische Leiterin der Kammermusiktage Mettlach. Sie war und ist als Solistin, Kammermusikerin und Festivalleiterin Gast in der Berliner Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Palais des Beaux-Arts Brüssel und der Suntory Hall Tokyo. Sie konzertiert bei der Bachwoche Ansbach, der Schubertiade Hohenems, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Schwetzinger SWR Festspielen, dem Kissinger Sommer, dem Rheingau Musik Festival und beim Heidelberger Frühling. Von Beginn ihrer Karriere hatte das Zusammenspiel mit Kollegen einen festen Platz in ihrem Repertoire. Seit ihrem Debüt mit Martha Argerich gehören Kit Armstrong, Martin Helmchen, Severin von Eckardstein, Nils Mönkemeyer, Maximilian Hornung und Andreas Ottensamer zu ihren Partnern. Mit dem Autor Roger Willemsen verband sie eine künstlerische Freundschaft. Mit ihm entwickelte sie das Bühnenprogramm „Landschaften“, in welchem sie Korrespondenzen zwischen Wort und Musik bilden. Seit einigen Jahren arbeitet sie regelmäßig mit den Schauspielerinnen Katja Riemann und Maria Schrader zusammen. In ihren dramaturgisch durchdachten Konzertprogrammen verbindet Hölscher Werke des Barock und des klassisch-romantischen Repertoires mit Musik der Gegenwart. 2018 spielte sie bei den Movimentos Festwochen die Uraufführung des Concertinos für Violine und Streicher von Wolfgang Rihm. Ihre kürzlich erschienene CD SEQUENZA wurde von der Presse hochgelobt und mehrfach ausgezeichnet. 2021 erscheint das Hörbuch „Roger Willemsens Landschaften“, das sie gemeinsam mit Maria Schrader und Marianna Shirinyan für zweitausendeins eingespielt hat, sowie das Musikvideo „Crossing Views“ mit dem Pianisten Kit Armstrong.

Alexey Stadler, einer der vielversprechendsten Cellisten seiner Generation und Gewinner des TONALi Wettbewerbs in Hamburg, sorgte in jüngster Vergangenheit durch seine Debuts bei den BBC Proms mit Shostakovichs erstem Cellokonzert unter Vasily Petrenko, dem Ulster Orchestra unter der Leitung von Elim Chan, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Tugan Sokhiev, beim San Francisco Symphony Orchestra unter Vladimir Ashkenazy und dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra unter Michael Sanderling für Furore.
 
Die Saison 2021/22 hält für Alexey Stadler eine Vielzahl an hochkarätigen Engagements in Europa bereit. Er wird mit dem Basque Symphony Orchestra unter der Leitung von Robert Trevino, dem Orquesta Clasica Santa Cecilia und dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim zu erleben sein.
 
Als bereits hervorragender Kammermusiker trat Alexey Stadler mit namhaften Künstlern wie Janine Jansen, Vadim Repin, Christian Tetzlaff, Igor Levit, Alice Sara Ott, Lukáš Vondráček, dem Ebène Quartet und dem Szymanowski Quartet auf.
 
Recitals und Kammermusikkonzerte führten ihn zu Festivals wie dem International Chamber Music Festival Stavanger, St. Petersburg White Nights Festival, Menuhin Festival Gstaad, Schleswig-Holstein Musik Festival, Heidelberger Frühling und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.
 
Als Solist tritt Alexey Stadler mit Klangkörpern wie dem Mariinsky Orchestra, dem BBC National Orchestra of Wales, den Münchner Symphonikern, dem Irish Chamber Orchestra, Riga Sinfonietta, dem Nordic Symphony Orchestra, dem Orchestra della Svizzera Italiana und dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter namhaften Dirigenten wie Dmitri Kitajenko, Robert Trevino, Valery Gergiev und Marek Janowski auf.
 
2016 gründete er zusammen mit dem Geiger Nicola Bruzzo das Kammermusikprojekt „Lauter“ in Italien. Ziel des Projekts ist es, mit Schulkonzerten und verschiedenen interaktiven Programmen junge Zuhörer für klassische Musik zu begeistern. Die Abschlusskonzerte fanden in Ferrara, Mailand, Padova und Bologna statt.
 
Geboren in eine Musikerfamilie, begann Alexey Stadler als Vierjähriger mit dem Cellospiel. Ersten Unterricht erhielt er von Alexey Lazko, danach setzte er seine Ausbildung an der Rimsky-Korsakov Musikschule der Stadt St. Petersburg fort. Er besuchte Meisterkurse bei David Geringas, Frans Helmerson, Lynn Harrell, Steven Isserlis und Sir András Schiff.
 
Alexey Stadler studierte in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, wo er ab dem Jahr 2020 Kammermusik unterrichtet. Er war Stipendiat der „Oscar und Vera Ritter-Stiftung“, der „Alfred Töpfer Stiftung“ und der „Martha Pulvermacher Stiftung“ in Hamburg.
 
Alexey Stadler spielt ein Violoncello von David Tecchler aus dem Jahr 1715.

Der Süddeutsche Kammerchor wurde 1973 gegründet. Konzertreisen führten das Vocalensemble durch zahlreiche europäische Länder, nach Israel, Kanada und die USA.
 
Neben der Arbeit im Bereich der a cappella-Literatur und der großen Oratorien widmet sich der Chor sowohl der Wiederaufführung unbekannter Werke vergangener Epochen, 2009 Ermanno Wolf-Ferraris Oratorium „La Sulamite“ und 2010 Johann Christian Bachs „Mailänder Vesperpsalmen“, als auch der Uraufführung neuer Kompositionen, 2011 Gerhard Müller-Hornbachs Kleistkantate „Die heilige Cäcilie“.
 
Der Süddeutsche Kammerchor musiziert in verschiedenen Besetzungsgrößen, die den Erfordernissen der jeweiligen Komposition angepasst werden.
 
In seinem Kern besteht der Chor aus jungen professionellen Sängern, die auch solistisch tätig sind. Für größer besetzte Werke treten semiprofessionelle Chorsänger und -sängerinnen dazu.
 
Einladungen zu Festivals und Konzerten im In- und Ausland sowie die Zusammenarbeit mit namhaften Orchestern wie dem Münchner Kammerorchester, Festival Strings Lucerne oder der Jungen Deutschen Philharmonie zeugen von der Qualität des Ensembles. Hierzu zählt auch die Arbeit mit renommierten Originalklang-Orchestern wie dem Freiburger Barockorchester, Drottningholms Baroque Orchestra Stockholm oder Concerto Köln.
 
Als CD-Produktionen sind in den letzten Jahren die Ersteinspielung der „Mailänder Vesperpsalmen“ von Johann Christian Bach mit Concerto Köln und Robert Schumanns „Der Rose Pilgerfahrt“ mit Christoph Prégardien bei Carus erschienen. Für 2017 ist die Veröffentlichung von Rossinis „Petite Messe Solennelle“ in einer Aufnahme mit historischen Pleyelflügeln der Sammlung Andriessen Amsterdam vorgesehen.

Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt unterrichtete Gerhard Jenemann viele Jahre als Dozent für Chorleitung, zuletzt an der Hochschule für Musik und Theater München. Seine vielfältige künstlerische Tätigkeit, insbesondere als Leiter des Süddeutschen Kammerchores, führte zur Zusammenarbeit mit renommierten Ensembles wie dem Münchner Kammerorchester, den Prager Sinfonikern und dem Freiburger Barockorchester. CD-Veröffentlichungen u.a. mit Festival Strings Luzern, Drottningholms Baroque Orchestra Stockholm und Concerto Köln sind bei Sony Classical, Bayer Records und Carus erschienen.