• KAMMERMUSIKTAGE METTLACH

     

    Traditionsfestival für Klassikfeinschmecker

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  •  

     

     

     

     

  •  

     

     

  •  

     

  •  

     

Soirée | Freitag, 24. September | 19 Uhr | Zeltpalast Merzig

Reinhard Goebel // © Wolf Silveri

Franziska Hölscher // © Irène Zandel

Serge Zimmermann // © Franz Hamm

Ursina Braun // © Roswitha Schneider

Reinhard Goebel und Freunde

 

REINHARD GOEBEL  Dirigent

 

FRANZISKA HÖLSCHER  Solovioline
SERGE ZIMMERMANN  Solovioline

 

ADRIAN BLEYER  Violine
VIKTOR STENHJEM  Violine
ALEXANDRE BALDO  Viola
URSINA BRAUN  Violoncello
PETER SCHLIER  Kontrabass
MAX VOLBERS  Cembalo

 

18:00 Uhr | Auftakt: "Seitenwechsel"
Künstlergespräch mit Reinhard Goebel

 

19 Uhr | Konzert

 

 

Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Divertimento A-Dur TWV 50:22
 

Georg Philipp Telemann
Divertimento B-Dur TWV 50:23
 

Georg Philipp Telemann
Concerto G-Dur „a sei“ TWV 52:G2
 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Concerto a-Moll BWV 1041 für Violine solo, Streicher und Basso Continuo
 

Johann Sebastian Bach
Concerto E-Dur BWV 1042 für Violine solo, Streicher und Basso Continuo
 

Johann Sebastian Bach
Concerto d-Moll BWV 1043 für zwei Violinen solo, zwei Violinen, Viola in ripieno und Basso Continuo



Als „Ikone der Alten Musik“ verehrt ihn die Süddeutsche Zeitung und als „Erleuchtung in einem Meer von Mittelmäßigkeit“ pries ihn die New York Times. Reinhard Goebel ist auf das Repertoire des 17., 18. und frühen 19. Jahrhunderts spezialisiert und ist als Vermittler der historischen Aufführungspraxis an moderne Symphonie- und Kammerorchester sowie Alte Musik Ensembles und als unversiegbare Quelle für Repertoireschätze ein weltweit gefragter Spezialist.

 

Die Saisons 19/20 und 20/21 widmet Reinhard Goebel schwerpunktmäßig seinem jahrelangen Forschungs- und Musikprojekt „Beethovens Welt“, in dem er sowohl unbekannte Werke Beethovens als auch seiner Zeitgenossen erforscht und dadurch eine Neueinordnung Beethovens im musikhistorischen Koordinatenkreuz anregen möchte. Dazu erscheint über das Jahr 2020 verteilt für Sony Classical ein fünfteiliger CD-Zyklus mit Deutschlands führenden Rundfunkorchestern (WDR, HR, DRP, MRO) – unter den Aufnahmen sind 7 Weltersteinspielungen.

 

Die erste Aufnahme der Violinkonzerte von Franz Clement mit Mirijam Contzen wurde von der Musikwelt mit großer Begeisterung aufgenommen. Die Presse feierte die Aufnahme als „spektakulär“ (Rondo), „eine Delikatesse“ (Concerti) und als „grosse Musik“ (Welt am Sonntag). Das Album war kurz nach Erscheinen auf Platz 1 der Amazon Fresh Classical Charts , wurde vom Diapason Magazin mit 5 Diapasons ausgezeichnet und erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste 02.2020) sowie den OPUS Klassik 2020. Die zweite CD mit den Doppelcellokonzerten von Antonín Reicha und Bernhard Romberg stößt in der Presse auf großen Zuspruch. Der Deutschlandfunk urteilt: „Die Aufnahme mit den Berliner Philharmoniker-Cellisten Bruno Delepelaire und Stephan Koncz setzt Maßstäbe.“

 

Im Mai 2018 wurde Reinhard Goebel zum künstlerischen Leiter der Berliner Barock Solisten ernannt. In der Saison 20/21 wird er mit dem Ensemble eine Europatournee unternehmen. Auf dem Programm werden die Brandenburgischen Konzerte stehen, die in 2018 bei Sony Classical erschienen sind und mit dem Opus Klassik ausgezeichnet wurden. Außerdem wird Reinhard Goebel in 20/21 beim Konzerthausorchester Berlin, beim WDR Sinfonieorchester, bei der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken, bei der Dalasinfoniettan, bei der Tapiola Sinfonietta, beim Neuen Bachschen Collegium Musicum und vielen anderen Orchestern gastieren.

 

Reinhard Goebel war Gründer und 33 Jahre lang Leiter der legendären Musica Antiqua Köln. Mit seiner Fähigkeit, als Dirigent auf einzigartige Art und Weise die Leidenschaft für Musik mit einer akribischen Quellenkenntnis zu amalgamieren, inspiriert, fesselt und polarisiert er die zeitgenössische Orchesterlandschaft.

 

Im April 2007 nahm Reinhard Goebel den IAMA Award in London entgegen. Er ist der Preisträger des Bach-Medaille der Stadt Leipzig, die ihm 2017 unter anderem dafür verliehen wurde, dass er pionierhaft und mit „unbändigem Eifer das Repertoire abseits der etablierten Namen erkundet“. 2015 wurde er vom BBC Music Magazine in die Liste der 20 besten Geiger aller Zeiten gewählt.

Die Geigerin Franziska Hölscher ist die künstlerische Leiterin der Kammermusiktage Mettlach. Sie war und ist als Solistin, Kammermusikerin und Festivalleiterin Gast in der Berliner Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Palais des Beaux-Arts Brüssel und der Suntory Hall Tokyo. Sie konzertiert bei der Bachwoche Ansbach, der Schubertiade Hohenems, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Schwetzinger SWR Festspielen, dem Kissinger Sommer, dem Rheingau Musik Festival und beim Heidelberger Frühling. Von Beginn ihrer Karriere hatte das Zusammenspiel mit Kollegen einen festen Platz in ihrem Repertoire. Seit ihrem Debüt mit Martha Argerich gehören Kit Armstrong, Martin Helmchen, Severin von Eckardstein, Nils Mönkemeyer, Maximilian Hornung und Andreas Ottensamer zu ihren Partnern. Mit dem Autor Roger Willemsen verband sie eine künstlerische Freundschaft. Mit ihm entwickelte sie das Bühnenprogramm „Landschaften“, in welchem sie Korrespondenzen zwischen Wort und Musik bilden. Seit einigen Jahren arbeitet sie regelmäßig mit den Schauspielerinnen Katja Riemann und Maria Schrader zusammen. In ihren dramaturgisch durchdachten Konzertprogrammen verbindet Hölscher Werke des Barock und des klassisch-romantischen Repertoires mit Musik der Gegenwart. 2018 spielte sie bei den Movimentos Festwochen die Uraufführung des Concertinos für Violine und Streicher von Wolfgang Rihm. Ihre kürzlich erschienene CD SEQUENZA wurde von der Presse hochgelobt und mehrfach ausgezeichnet. 2021 erscheint das Hörbuch „Roger Willemsens Landschaften“, das sie gemeinsam mit Maria Schrader und Marianna Shirinyan für zweitausendeins eingespielt hat, sowie das Musikvideo „Crossing Views“ mit dem Pianisten Kit Armstrong.

Serge Zimmermann wurde 1991 in Köln in eine Musikerfamilie geboren und erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von fünf Jahren von seiner Mutter. Bereits wenige Jahre später gab er sein Orchesterdebüt mit einem Violinkonzert von Mozart. Seitdem ist er mit renommierten Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, dem Orquestra Simfònica de Barcelona, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem Philharmonia Orchestra, dem Pittsburgh Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Orquesta Nacional de España und dem Orchestra della RAI Torino aufgetreten. Er hat mit Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Lawrence Foster, Hartmut Haenchen, Manfred Honeck, Neeme Järvi, Michael Sanderling und Sir András Schiff zusammengearbeitet. In Rezitals und als begeisterter Kammermusiker trat er in renommierten Konzertsälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, dem Konzerthaus Berlin und dem Wiener Konzerthaus sowie bei Festivals wie dem Heidelberger Frühling, dem Klavier-Festival Ruhr, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Kissinger Sommer und La Folle Journée auf. Zu seinen jüngsten Engagements gehören Konzerte mit dem China Philharmonic Orchestra, den Sinfonieorchestern von Shanghai und Guangzhou sowie eine Tournee mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. In Japan spielte er kürzlich das Violinkonzert von Alban Berg mit dem Hiroshima Symphony Orchestra und gab Solorezitale in Tokio und Yokohama mit Werken von Johann Sebastian Bach. Im Herbst 2017 erschien bei Hänssler Classic seine Debüt-CD, auf der er zusammen mit Frank Peter Zimmermann und den Berliner Barock Solisten in Bachs Doppelkonzert BWV 1060 zu hören ist.